Wie der Kurs funktioniert:

Wie funktioniert der Kurs? – Ablauf, Rollen und Unterstützung

Informationen für Teilnehmende, Rotary Clubs und Teamleader

Das Fortbildungsprogramm ET4Care-Ukraine basiert auf einer digitalen Lernumgebung, die durch lokale Partner unterstützt und durch internationale Fördermittel ermöglicht wird. Dieses Dokument beschreibt den organisatorischen Ablauf aus drei Perspektiven: Teilnehmende, Rotary Clubs vor Ort und Teamleader.

1. Aus Sicht der Teilnehmenden

Die Fortbildung richtet sich an medizinische Fachkräfte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie weitere Akteure im Bereich der Wundversorgung. Ziel ist es, praxisnahes und evidenzbasiertes Wissen zu vermitteln und dieses durch telemedizinische Begleitung in die Anwendung zu bringen.

Zugang & Start

  • Die Anmeldung erfolgt mithilfe eines persönlichen Zugangscodes, den Teilnehmende von ihrem Teamleader vor Ort erhalten.
  • Die Lerninhalte stehen auf einer eigenen Moodle-Plattform bereit.

Sprache & Verständlichkeit

  • Alle Schulungsvideos sind in englischer Sprache produziert.
  • In Moodle können Untertitel in verschiedenen Sprachen zugeschaltet werden (z. B. Ukrainisch, Deutsch, Englisch).

Struktur des Kurses

  • Die Fortbildung besteht aus zwei Hälften:
    • Module 1–10 mit anschließender Zwischenprüfung → Zwischenzertifikat
    • Module 11–15 mit abschließender Prüfung → Abschlusszertifikat
  • Die Gesamtfortbildung soll innerhalb von drei Monaten abgeschlossen werden.

Telemedizinische Begleitung

  • Während einer Kursrunde finden drei feste Supervisionstermine per Videokonferenz statt (ein Termin pro Monat).
  • Expertinnen und Experten beantworten Fragen, begleiten die Umsetzung in der Praxis und unterstützen bei Fallbesprechungen.
  • Ziel ist es, sicherzustellen, dass aus dem erlernten Wissen praktische Handlungskompetenz entsteht.

2. Aus Sicht der koordinierenden Rotary Clubs vor Ort

Die örtlichen Rotary Clubs stellen das organisatorische Bindeglied zwischen:

  • den medizinischen Einrichtungen,
  • den Teamleadern vor Ort und
  • dem deutschen Partnerclub (Rotary Club Witten-Hohenstein)

dar.

Aufgaben der Rotary Clubs

  • Auswahl und Begleitung der Teamleader
  • Unterstützung der teilnehmenden Einrichtungen bei organisatorischen Fragen
  • Koordination mit dem Projektträger RC Witten-Hohenstein
  • Sicherstellung, dass Zugangscodes, Supportmaterialien und Supervisionstermine kommuniziert werden
  • Förderung des Informationsflusses zwischen allen Beteiligten

Finanzierung & Infrastruktur

Die Teilnahme ist für mindestens zwei Jahre vollständig kostenfrei, ermöglicht durch:

  • den Global Grant von Rotary International,
  • den Rotary Distrikt 1900 sowie
  • den Rotary Club Witten-Hohenstein.

Finanziert werden u. a.:

  • Hosting und Bereitstellung der Moodle-Plattform
  • Systempflege und technische Wartung
  • technische Supportleistungen
  • die telemedizinische Expertise

3. Aus Sicht der Teamleader

Teamleader sind zentrale Ansprechpartner vor Ort. Sie müssen kein medizinisches Personal sein — auch Mitarbeitende aus Verwaltung, Sekretariaten oder anderen zuverlässigen Bereichen können diese Rolle übernehmen.

Aufgaben der Teamleader

  • Ausgabe der Zugangscodes an die Teilnehmenden
  • Unterstützung beim Login und bei den ersten Schritten im Moodle-Kurs
  • Organisation der Teilnahme an Supervisionsterminen
  • Ansprechpartner für organisatorische Fragen
  • Kommunikation mit dem lokalen Rotary Club bei technischen Anliegen
  • Überblick über den Lernfortschritt der Gruppe

Unterstützung für Teamleader

Teamleader werden mit allen notwendigen Hilfsmitteln ausgestattet:

  • Onboarding-Videos zur Nutzung der Moodle-Plattform
  • Schritt-für-Schritt-Manuals mit allen wichtigen Funktionen
  • technische Unterstützung während der kompletten Kurslaufzeit
  • Hosting- und Systempflege (vollständig finanziert für zwei Jahre)

Damit können auch Personen ohne IT- oder Medizin-Hintergrund diese Rolle sicher und kompetent ausüben.

Ziel des Projekts

Gemeinsam soll durch diese Fortbildung:

  • die Qualität der Wundversorgung gesteigert,
  • Fachpersonal langfristig gestärkt,
  • und interprofessionelle Zusammenarbeit gefördert werden.

Durch digitale Lehre, telemedizinische Begleitung und klare Rollenverteilung entsteht ein nachhaltiger Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung vor Ort.